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Samstag, 27. Februar 2010

Heinrich Heine

Das Fräulein stand am Meere
und seufzte lang und bang
Es rührte sie so sehre
der Sonnenuntergang

Mein Fräulein! Sein sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück.

Der Dichter dieser schönen Zeilen ist der berühmte Heinrich Heine.
Er wurde als Harry Heine am 13. Dezember 1797 um 15h20 in Düsseldorf geboren - Zeichnung weiter unten rechts.
Im Außenkreis seht Ihr die Planetenstände zum Zeitpunkt des Todes - am 17. 2. 1856

Heine war also ein geborener Schütze, mit Waage-Mond und Zwillinge-AC. Das Geburtsdatum habe ich aus H. Taegers Horoskope-Lexikon - es sind ja verschiedene Daten im Umlauf, aber dieses hier scheint doch sehr wahrscheinlich.
Ein tollkühner Schütze mit harmoniebewußtem Waage-Mond, das ist ja schon eine schwierige Mischung. Erleichterung schafft wohl der Zwillinge-AC; Heine schrieb sein Leben lang und hatte mehr literarische Ambitionen, als seinen Erziehungsberechtigten lieb war.
Der Saturn stand in seinem 2. Haus, und sein Leben lang haderte er mit der Finanzierbarkeit seines Lebens. Er hatte einen reichen Onkel in Hamburg, der ihm allerdings nicht die erwünschte Rente finanzierte, sondern immer wieder alles Erbe entzog und den Neffen damit vor den möglichen Ruin stellte.
Das warf Heines Planung regelrecht über den Haufen und er sah sich mehrmals bankrott und ohne Unterstützung - für einen Geistesmenschen ziemlich zerstörerisch.
Zum Ende seines Lebens war er selbst allerdings schon ziemlich vermögend, hatte sich ein ordentliches Sümmchen zusammengeschrieben. Seine Sorge galt inzwischen wohl mehr seiner Frau, die er gut versorgt wissen wollte.

Heine versuchte sein Leben lang, eine feste Stellung zu erreichen, und da war seine jüdische Herkunft von Anfang an eine schwere Belastung. Er verhedderte sich in vielerlei Händel und Duellierungen, die alle nur einen Grund hatten - er war eben Jude und von daher eigentlich gesellschaftlich nicht anerkannt. Auch eine evangelische Taufe 1825 (Saturn-Return klopfte an) konnte daran nichts ändern.

Seine Radix-Sonne hatte ein Uranus-Quadrat, Uranus im 5. Kreativhaus, und seine Dichtungen änderten unmerklich das trübe Bewußtsein seiner Tage. So gilt er als "Überwinder der Romantik", und gemeint ist damit wohl, dass er sehr geistreich war und einfach zu scharf und spitz vormulierte, um gesellschaftlich anerkannt zu werden.
In Paris fand er ab 1831 aber seine Stimme - astrocartographisch führen Sonne und Merkur von Düsseldorf nach Paris!
Als Schütze erfand er das Reisetagebuch - seine "Harzreise" war einer seiner ersten Hits.
Es war ihm aber - trotz Waage-Mond und dem Sextil von Mond und Merkur - nach den erlittenen Demütigungen einfach nicht möglich, nur nett zu schreiben - ein giftiger Stachel piekte immer mit.

Das ist wohl dem Skorpion-Mars zu verdanken, der einfach zusticht, wenn er sich bedroht fühlt. Und leider hat der ja auch etwas selbstzerstörerisches.
Seit 1845 plagte ihn ein Nervenleiden, welches sich in Schüben derart verschlechterte, dass er nach einem psychschen Zusammenbruch 1848 ans Bett gefesselt war. Er nannte das seine "Matratzengruft" und glaubte, er habe Syphilis.
Eine Untersuchung seiner Haare stellte aber 1997 fest, dass er zumindest unter einer massiven Bleivergiftung litt - wie Ludwig v. Beethoven - und das könnte auf einen starken Rotweinkonsum zurückzuführen gewesen sein.
Sein Nervenleiden habe syphilitischen Charakter gehabt, heißt es, und damit ist wohl gemeint, dass es zerstörerischen Charakter hatte.
Heute vermutet man eine Art Multipler Sklerose - wiederum eine Krankheit, von deren Ursache ebensowenig bekannt ist, wie über ihren weiteren Verlauf.
Was mir als persönlich MS-Betroffener jedoch auffiel ist die Tatsasche, dass Heine bis zum Schluss geistig völlig klar aus dem Bett heraus einem Sekretär noch Gedichte diktierte - körperlich aber ein totales Wrack war. Er musste bei klarem Verstand seinen körperlichen Verfall mitansehen - in seinem Fall wäre Demenz ja vielleicht noch eine Gnade gewesen.

An seinem Todestag lief die Sonne ( = bringt es an den Tag) über seinen Radix-Pluto auf 28° Wassermann.

Möge er in Frieden ruhen.

Sonntag, 10. Mai 2009

MS in Obama-Familie

Schon wieder eine erfreuliche Botschaft vom amerikanischen Präsidenten: Sein Schwiegervater hatte auch MS, er kennt also unsere Probleme aus nächster Nähe und würde jederzeit aktiv werden, um sie zu lindern.

Ein 27-Sekunden-Video zum Ansehen
Ihr braucht übrigens einen Quicktime-Player

Dienstag, 6. Januar 2009

Einladung zu - Astrologie und MS

Jeder Betroffene kann sich an den Moment erinnern, als ein Arzt ihm sagte: Sie haben MS. Meist geschieht das erst nach langer Vorgeschichte und es wird nicht gerade einfühlsam mitgeteilt. Aber irgendwann ist es eben soweit: Aus einer dunklen Vermutung wird kalte Realität. Der Boden unter den Füßen tut sich auf und nichts ist mehr, wie es war.
Für viele beginnt jetzt die Phase des Durcharbeitens: Das Unterste kommt nach oben und umgekehrt. Wie bei allen tiefgreifenden Änderungen im Leben verläuft das nicht geradlinig, nicht berechenbar und erst recht nicht angenehm.
Mich interessieren zunächst die körperlichen Erscheinungen: Wann zeigten sich die ersten Symptome, wann kam die Diagnose, wie ist jetzt der äußere Zustand.
Aber auch: Was wollte ich noch machen - und kann es jetzt nicht mehr. Was war früher wichtig für mich - und ist mir jetzt egal. Und: Warum bin ich der Krankheit inzwischen fast dankbar. Was hätte ich sonst nie ausprobiert und nie entdeckt.
In der Psychotherapie spricht man von sekundärem Krankheitsgewinn, wenn der Klient benennen kann, was die Krankheit ihm gebracht oder wovon sie ihn befreit hat. Genau darum soll es auch in der astrologischen Beratung gehen. Was wir gemeinsam herausfinden, kann auf den ersten Blick gering erscheinen. Doch es öffnet die Tür zu einer neuen Welt. Für Menschen, die sich - wie ich - mit der Diagnose MS herumschlagen, ist eine kurze Beratung kostenlos, eine ausführliche Analyse günstiger.

Anruf genügt unter 030 - 89566 754.

MÖGEN ALLE WESEN GLÜCKLICH SEIN.

Interessante MS-Links:

Ivonne Radtke
Christine Wagener-Thiele

Montag, 2. Juni 2008

Neues von der Gelben Sau

Die Berliner Temperaturen liegen zur Zeit so um die 30° und meine Wohnung hat West-Balkon - ab 16 Uhr ist es nicht mehr auszuhalten und ich habe schon ab 14 Uhr alles verriegelt. Fenster zu, Jalousien runter - trotzdem ganz fies stickig. Kein Wunder, dass ich mich wie lebendig begraben fühle, besonders wenn Freunde von dem "tollen Wetter" erzählen und es gar nicht verstehen wollen, warum ich mich nicht freue - wo sie doch bei diesen Temperaturen erst so richtig aufleben.
Ja, so ist das mit MS, und als Rothaarige (naja...) bin ich ja sowieso nicht so eng mit der Sonne befreundet.
Wie meine Mutter achte ich inzwischen ganz genau auf den Wetterbericht und hoffe, dass es endlich ein paar Grad kälter wird.

Dazu kommt noch der nahende Neumond: Erst am Dienstag abend ist es soweit (21h23, 13° Zwillinge). Für mich als 3fach-Krebs ist es so, als ob alle Energie abläuft, abgesogen wird. Der Mond ist am Himmel nur noch als schmale Sichel erkennbar - oder eigentlich ganz verschwunden. No moon today.
Und das, wo ich doch dank MS sowieso nur noch auf 1 1/2 Töpfen laufe?

Bleib einfach liegen, sagt meine innere Stimme, genieße die Kaminer-Lektüre und freue Dich auf die Fussball-EM - da kann ich nämlich endlich ohne schlechtes Gewissen stundenlang fernsehen und knackigen Männern beim rumrennen zusehen.