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Oje - der Vollmond ist vorrüber, und mein Fahrrad, mein tolles hilfreiches Gleichgewichtsfahrrad wurde geklaut! Zehn Jahre hat es mir treue Dienste geleistet und mir bei meiner schwierigen Alltagsbewältigung geholfen. Nun ist es vielleicht schon ganz woanders und ich hoffe mal, dass es einen neuen Besitzer hat, für den es ebenso wichtig ist.
Wer macht denn sowas? Einem schwer gehbinderten Mitmenschen das überlebenswichtige Dreirad klauen? Ich habe ja noch mein Elektromobil, dass ich bisher für Arztbesuche und größere Einkäufe benutze, nun muss es ausführlicher ran und ich kann nicht mehr auf dem Fahrrad strampeln und damit schon einen guten Teil der täglichen Krankengymnastik abwickeln.
Heute dreht Uranus wieder bei und läuft direkt. Was mich und meine Erkrankung angeht, hat er eine wichtige Rolle, denn immerhin ist MS ja eine Nervenkrankheit.
In meinem 12. Haus, noch dazu unaspektiert, macht er den Eindruck, als ob keiner mit ihm reden will. Er führt ein Eigenleben und ich kann nur beten, dass er weiß, was er tut.
Liebe Freunde, heute gibt es wieder einen Schwank aus meinem Leben: Die Mondfinsternis vor ein paar Tagen (am 16.8.) fand ja auf 24° Löwe (meinem Uranus) statt und Uranus steht ohne Aspekt in meinem 12. Haus.
Ein Astrologielehrer machte ihn übrigens für mein großes Interesse an der Astrologie verantwortlich, immerhin führen unaspektierte Planeten ja ein Eigenleben.
Ich finde die Verbindung zur MS ist auch nicht von der Hand zu weisen - immerhin begannen beide, Astrologie und MS, fast gleichzeitig mein Leben zu beeinflussen. Und MS beeinträchtigt ja vor allem das (Uranus-) Nervensystem.
OK, was ist passiert?
Ich lebe ja in einer Wohnung im 5. Stock, die ich ohne Fahrstuhl nie bezogen hätte. Und ich war inzwischen auch der Meinung, dass ich ohne Fahrstuhl hier nicht leben könnte - zu schlapp etc. Naja, wie es eben manchmal so der Zufall (oder Uranus) will, war der Fahrstuhl eines Morgens kaputt, defekt, stand still. Normalerweise geht sowas eigentlich ganz schnell wieder in Ordnung, die Wartungsfirma kriegt das schnell hin. Nicht aber diesmal: Das Ersatzteil musste in der Schweiz bestellt werden, und das dauert 3 Wochen. 3 WOCHEN!!!
Und da kam mein Pluto-Mars am AC ins Spiel und sorgte dafür, dass mir so richtig das Messer in der Tasche aufging. Etwas mehr Gelassenheit wäre jetzt angebracht gewesen, denn immerhin leben noch ca. 20 andere Menschen hier im Haus, die ebenfalls nicht damit einverstanden wären, 3 Wochen lang auf Hilfe zu verzichten.
Aber sag das mal einem Mars am Aszendenten - der Wut-Torpedo ist längst abgeflogen und zum Nachdenken ist es zu spät. Üble Verlassenheitsszenarien taten sich auf, ich war ohnmächtig und allein unter lauter Gesunden - ach eben alles, was so eine Mond-Saturn-Spannung hergibt.
Und die Realität? Alleine gehts auch. Ich rief einen Lieferservice an, und bereits um 17 Uhr hatte ich alle Lebensmittel in der Wohnung, die ich mir für ein Wochenende ausgesucht hatte. Das kann ich auch in Zukunft machen, wenn ich mal wirklich nicht mehr laufen kann. Aber noch ist es ja bei weitem nicht so weit. Ich bin insgesamt 3 mal aus dem 5. Stock runter und (natürlich langsamer) auch abends wieder hinaufgekommen. Shrek nennt das die K2-Besteigung, und für den Notfall kann ich mir ja ein Basislager einrichten, im 2. oder 3. Stock, wenn ich mal 5 Minuten pausieren muss.
Der Fahrstuhl wurde übrigens am 3. Tag noch repariert. "Provisorisch", wie es heißt. Und warum musste ich erstmal durchs Schreckenstal? Ja das weiß keiner - nur Uranus in 12. Vielleicht.