Samstag, 10. April 2010

Malcolm McLaren

Er war ja ein ganz verrückter - huuuh, verrücktverrückt ! - und ist am vergangenen Donnerstag einem Krebskleiden erlegen - der Godfather des Punk Malcolm McLaren.
1976 "erfand" er die Sex Pistols, die damals noch alle unter 20 und wirklich unerzogene Rüpel waren - so wie es der Chef gerne hatte.
McLaren wollte eigentlich nur Aufsehen erregen, und im prüden England der späten 70er war das schon eine Bombe.

Malcolm McLaren wurde als Malcolm Edwards am 22. Januar 1946 in London geboren.
Sein Vater verließ schon bald die Familie und Malcolm wuchs bei der jüdischen Großmutter auf. Sie gab ihm Wichtiges mit auf den weiteren Lebensweg: "Böse ist gut, Gut ist Langweilig". Ja das waren noch Werte.
Hier rechts seht Ihr das Horoskop, im Außenkreis die Planetenstände am Todestag.
4 Tage vorher wurde übrigens David Lynch geboren, der ist allerdings noch ein Steinbock.
Wir sehen, dass ein Wassermann immer einen ganz deutlichen Instinkt für Ungewohntes, Außergewöhnliches, Provozierendes hat. Allerdings verlieh der Waage-Mond ihm ein Gespür für das gesellschaftlich machbare - wie man provoziert, ohne gleich ganz rauszufliegen. Von der Schule ist er natürlich trotzdem geflogen, aber das gehört ja zur Biographie dazu.
Er spielte mit den Tabus der Gegenwart (damals, in den 80ern) und gruselte den Spießbürger - aber immer nur soweit, wie es einträglich war. Ein Dieter Bohlen seiner Zeit (übrigens auch Wassermann).

Bemerkenswert finde ich noch die Mars-Saturn-Konjunktion im Krebs in Opposition zu Merkur - die Kriegsführung (Mars-Saturn) fand offensichtlich hauptsächlich im Kopf statt (Merkur-Opposition).

Der laufende Saturn hatte sich gerade wieder in die Jungfrau zurückgezogen - noch einen Übergang hätte McLaren wohl nicht überlebt. Der laufende Mond hatte gerade noch die Schwelle in den Wassermann genommen.

Ruhe in Frieden.

Donnerstag, 8. April 2010

Der Weltraum - unendliche Weiten im April

Nun ist er endlich da - der astronomische Link für den Monat April. Ein schön animiertes Filmchen über das, was wir im April am Nachthimmel sehen können. Die amerikanischen Kollegen sind wohl auch durch Ostern etwas aus der Bahn geworfen worden - aber besser spät, als nie!

Mittwoch, 7. April 2010

Shrek auf Achse


Mann, der Shrek kommt noch mal richtig rum - zum Abschied hat seine Firma ihn nochmal nach Mallorca geschickt und in Barcelona, wo die Fähre abgeht, entstand dieses Foto. Ich glaube allerdings, er hat es aus einem Urlaubskatalog ausgeschnitten oder so ...
Heute hat er wohl schon rübergemacht und muss dann richtig schwer schleppen für sein Geld. Das ist eben immer die andere Seite der schillernden Medaille.

Arbeitsplanet Saturn ist heute nochmal für eine Stippvisite ins Zeichen Jungfrau eingetaucht, am 22. Juli wird er wieder in Waage zurückerwartet.

Spontan fällt mir dazu ein, dass unser Gesundheitsminister noch was zu verbessern hat: Landarztpraxen stehen schon viel zu lange leer, es finden sich kaum noch junge Menschen, die auf dem Land arbeiten wollen. Nun soll ein staatlicher Anreiz helfen - weniger Numerus Clausus oder so. Und dann sollen die Anwärter, wenn sie denn schon eher studieren können, sich verpflichten, für eine bestimmte Zeit in die Pampa zu gehen.
Auf Strecke eigentlich eine gute Idee, finde ich. Wenn es nur nicht so lange dauern würde, bis ein Medizinstudent fertig ist. Und daran, dass Ärzte auch Geld verdienen wollen - daran sollten wir erst ganz zuletzt denken.

Dienstag, 6. April 2010

Pluto wird rückläufig

Den ganzen Sommer über bleibt die Queen Mary im Planetentheater, der mächtige Pluto, von der Erde aus gesehen rückläufig.
Los gehts am 6.4., das ist heute, morgens um 4h34 auf 5°25' Steinbock. Bis zum 14.9., dann dreht Pluto wieder um, auf 2°47' Steinbock.
Es sind also die ersten Steinbock-Grade betroffen. Menschen mit der Sonne an dieser Stelle (Westerwelle, Karsai) machen sich ja auch gerade durch heftigen Eigenwillen bekannt.

Aber auch alle anderen kriegen was mit - Steinbock gibt uns allen Halt und Rückgrat, und es wird ja das Grundsätzliche und Haltgebende zur Zeit überall durch die Mangel genommen und überprüft.
Gut zu wissen, dass das nur zu unserem Bessten sein wird.
Die Alternative - das Bisherige - war ja eh nicht mehr auszuhalten.

Pluto ahoi!

Montag, 5. April 2010

Tea to go - in Berlin!

Tee hat ja einen schwierigen Beigeschmack - er gilt als etwas kapriziös, wenn man ihn genießen will (schwierig zuzubereiten und nicht gerade leicht zu verteilen). Zum Teetrinken muss man sich eben Zeit nehmen, das geht nicht mal so nebenbei.
Ich persönlich trinke seit meinem 9. Lebensjahr fast ausschließlich Tee - Kaffee hat mir nie geschmeckt, na sowas kommt halt vor.

Nun gibt es hier im wilden Berlin auch einen Teeladen, der Tea-to-go anbietet, im quirligen Berlin-Mitte, mittenmang in der schnellschnell-Kultur der deutschen Hauptstadt.

Einen Internetauftritt haben die auch - klickstu hier.

Und die Preise sind mit ca. 2,70 € pro Becher auch ganz annehmbar kalkuliert.
Ausprobieren!

Freitag, 2. April 2010

Karfreitagszauber: Richard Wagners Parsifal

Heute scheint sehr schön die Sonne - da gehen wir ja bestimmt nicht auf den Friedhof, sondern schlafen aus und freuen uns, dass wir nicht arbeiten müssen.
In Richard Wagners letzter Oper "Parsifal" wird die Welt erlöst, indem alle Jahre wieder der "Gral" enthüllt wird und die Gralsritter danach weiter an ihre Aufgabe glauben dürfen.
Mir kommen diese Gralsritter vor wie Junkies, die "zum letzten Mal" um den Gral betteln - und dann friedlich weiterdösen, bis zum nächsten Mal versteht sich.
Im heiligen Land der Wagner-Verehrung, in Bayreuth, dirigierte 1998 Giuseppe Sinopoli den Parsifal mit leichthändiger Italianitá - musikalisch finde ich das immer wieder sehr berückend.
Hört selbst:


Donnerstag, 1. April 2010

Einstürzende Neubauten werden 30

Vielleicht doch eher ein Berliner Ereignis: Die Band "Einstürzende Neubauten" wird heute 30 Jahre alt - immerhin. In den späten 80er Jahren haben sie mich mal etwas fasziniert, aber so richtig mochte ich auf den Zug nicht mitaufspringen.
Heute hörte ich im Radio, dass sie wirklich schon ihren 30. Geburtstag feiern - geboren also am 1. April 1980. Toller Aprilscherz?
Die Jungs waren damals teilweise erst 15 Jahre alt und trauten sich ne Menge: Schlagzeug auf Waschmaschinentrommeln, Percussion mit Schlagbohrern und Krach, wo und wie auch immer es möglich war. Das war damals ein Phänomen, heute interessiert sich dafür ja kaum noch jemand.

Was war damals los? Widder-Sonne, na klar, und eine Mond-Pluto-Konjunktion auf ca. 20° Waage. Genauer kann ich das nicht sagen, denn eine Uhrzeit liegt mir mal wieder nicht vor. Aber um 12 Uhr mittags war die Konjunktion perfekt, das bedeutet, dass sie den ganzen Tag lang in der Luft lag.
Wir können auch sagen: Waage-Vollmond mit Pluto-Konjunktion.
Und den Sinn dafür, was man schön finden soll/kann/darf haben die Neubauten kräftig angesägt und modifiziert. Bei einem Auftritt im alten Tempodrom, damals wirklich noch ein Zirkuszelt, bekam ich mal eben - schlapps - einen Becher Bier aufs Sommerkleid geworfen, weil ich den Herrn gebeten hatte, sich doch bitte hinzusetzen - ja rauhe Sitten herrschten damals (und tun es wie jeder weiß - noch).
Die Einstürzenden Neubauten gelten als Begründer des Industrial Sounds, Vorbilder für die (natürlich erfolgreicheren) Depeche Mode oder Nine Inch Nails.

Hier quengeln/kreischen sie "Der Tod ist ein Dandy" - muss ich mir heute auch nicht mehr zuende anhören ...