Samstag, 10. Juli 2010

Dark Moon - kurz vor Krebs-Neumond

Heute erzähle ich Euch mal wieder einen Schwank aus meiner Vergangenheit.
Ich war 18 und wollte mit meiner Studienfreundin nach Paris fahren - na ich stieg dann doch alleine in den Zug, sie hatte eine wichtige Hausarbeit zu schreiben.
Icke also zum ersten Mal alleine unterwegs und dann gleich nach Paris!
Ich fand ein günstiges (naja) Zimmer in der Nähe vom Hotel de Ville, das war damals ziemlicher Szenebezirk, in der Nähe vom frisch eröffneten Centre Pompidou. Dort gab es gerade russische Filmwochen, und da ich in der Schule Russisch gelernt hatte, war mein Abendprogramm auch schon geritzt.
Ich bummelte also tagsüber durch die Straßen, fand billige Modeläden, stieg auf den Turm von Notre Dame und fand das Leben an sich sehr charmant.

Dann kam ein echter Nervenschock - ich reihte mich in die Warteschlange vor einem Kino und kaufte ein Ticket für "Kramer gegen Kramer". Irgendwie hatte ich vorher keine Ahnung, was da auf mich zukommen würde, aber bald wurde es mir natürlich sonnenklar - es ging um die Scheidung zweier New Yorker Protagonisten (Meryl Streep und Dustin Hoffman) und das weinende Kind zwischen den beiden.
Dieses weinende Kind war ich drei Jahre vorher gewesen - oder genauer gesagt war ich das schon mit 9 Jahren gewesen, als die erste Ehe meines Vaters zerbrach und ich bei ihm blieb und meine Mutter schrecklich vermisste.
Und ich denke, das ist ein Trauma, von dem zumindest ich mich nicht mehr erholt habe.

Meryl Streep (im wahren Leben Krebs) spielte die Frau von Dustin Hoffman, die sich befreit und ihr Kind natürlch trotzdem liebt, aber nicht mehr mit ihm leben kann/darf/soll/muss/möchte. Was für ein Mischmasch, Kuddelmuddel, Gefühlschaos.
Am eindrücklichsten sind mir aber die Szenen mit Dustin Hoffman und dem kleinen Jungen in Erinnerung - das war ja damals auch schon was Besonderes, ein alleinerziehender Vater.
Wahrhaft herzzerreissend die Szene, als der kleine Junge zum ersten Mal seine Mama wiedersieht und auf dem Spielplatz zu ihr rüberrennt - ich erinnere mich noch, dass ich als 18jährige ja eigentlich schon mit der Erwachsenengeneration identifiziert war, das schluchzende Kind aber viel mehr das traf, was in mir vorging.

Die Jahre von 9 - 17 verbrachte ich also mit meinem Vater und einer Stiefmutter. Die neue Ehe meines Vaters ging leider auch nicht gut und ich zog nach dem Abitur zum Studium von Hamburg nach Münster, wo meine Mutter lebte. Natürlich hielt ich es da auch nicht aus, und inzwischen bin ich ja in Berlin sehr glücklich. Aber Beziehungen sind für mich weiterhin ein Ritt auf der Rasierklinge.

Mit meinem Ex-Mann gehe ich weiterhin manchmal ins Kino, und sehr berührend war der letzte Robert-Altman-Film "The Last Radio Show". Es geht um eine Radio Show, die live in einem Theater aufgeführt wird, mit einem Moderator und lustigen Showeinlagen, Werbejingles und Geräuschemachern und vor allem den großartigen Darstellern Meryl Streep, Lili Tomlin, Woody Harrelson und vielen anderen, die auch vorzüglich singen können. Die Rahmenhandlung geht so, dass das hier die letzte Vorstellung sein wird, denn das Theater wurde an eine Heuschrecken-Kompagnie verkauft und soll dichtmachen.
Ein Film für's Krebs-Gemüt, ich kann ihn nur empfehlen.

Meryl Streep spielt natürlich eine Mutter (Lindsay Lohan ist ihre pubertierende Tochter) und der absoute Tränendrücker ist ihre Nummer "Goodbye to my mama", die sie mit ihrer Filmschwester Lily Tomlin präsentiert. Die beiden Schwestern singen von ihrer Mama und wie sie immer für sie da war - schluchz.

Biddeschöööön:


Mittwoch, 7. Juli 2010

Montag, 5. Juli 2010

Astrologen-Selbstlob

Heute bekam ich wieder einen tollen Newsletter von Sternzeit - der regelmäßig unregelmäßige Blick in die Sterne. Darin enthalten sind die famosen Tips von Dr. Eike Stina Hansen. Als ehemalige Zeitschriften-Astrologin kann ich das beurteilen - Frau Hansen schreibt wirklich gut und vor allem gut begründet und durchdacht. Sie lebt auch in Berlin und ihre Praxis heißt ebenfalls Astrolounge - na wenn det ma keen Ssufall iss ...

Auch von meinem bayerischen Kollegen Markus Termin gibt es beklatschenswertes zu berichten - er hat den bayerischen Volksentscheid zum Rauchen in Kneipen ziemlich gut bereits im Februar vorhergesagt - Chapeau!

Trotzdem nehm ich mir jetzt noch ein paar Tage hitzefrei.
Salü!

Sonntag, 4. Juli 2010

Sonntag - Musiktag

Ja, das ist das Sommermärchen.

Natürlich nicht nur in Berlin (38°), natürlich nicht nur gestern nach dem Zaubersieg unserer Jungs.

Deutschland hat ja in seiner letzten Inkarnaton (3. Oktober 1990, Berlin um 0h00) einen Löwe-Aszendenten, mit Jupiter im ersten Haus. Kann vor Kraft kaum laufen, würde meine Mutter sagen.

Mit meinem Freund Shrek hatte ich heute wieder eine Meinungsverschiedenheit zum Thema "Gruppenerlebnis". Er ist ja fast der einzige Mann, der keinen Fußball guckt (dafür hört man ja auch im entscheidenden Moment das Trörööö auf der Straße).
Er sagt zu solchen 11.Haus-Freuden: I was born under a wonderíng star.

Do you know where hell is? Hell is in hello.

Auf geht's, Lee Marvin:

Freitag, 2. Juli 2010

Donnerstag, 1. Juli 2010

Der Weltraum - unendliche Weiten im Juli

Und hier kommt der astronomische Link für den Monat Juli - viel Spass!

Länderhoroskope von Liz Greene

Was für ein Tag! Es ist ja wirklich grässlich heiß und ich hab schon wieder alles abgedunkelt - da finde ich bei astro.com die Länderhoroskope von Liz Greene!
Das ist ja wirklich ein Geschenk, welches bestimmt schon länger darauf wartet, von mir entdeckt zu werden - aber besser spät als nie!

19 wichtige Staaten werden hier analysiert, mit den aktuell bedeutsamen Geburtsdaten, nach dem Book of World Horoscopes von Nicholas Campion. Und in der unnachahmlichen Weise von Liz Greene interpretiert - da gibt's wirklich rein gar nichts mehr zu meckern.

Wer sich für Mundanastrologie interessiert - unbedingt vorbeischauen!