Samstag, 28. Juni 2008

Männerfreundschaft: Günter Netzer und Gerhard Delling

Eigentlich wollte ich heute was über Günter Netzer schreiben, weil der ja mein Lieblingskommentator ist. Und das Endspiel morgen ja gottlob von der ARD übertragen wird und wir da mit Günni rechnen dürfen.
Allerdings hat mich sein Horoskop nicht inspiriert - ja sowas kommt leider auch vor. Sympathischer Mann, aber zum Horoskop fällt mir nicht soviel ein.
Dann sah ich mir Gerhard Delling an, seinen Kumpel im ARD-Studio (neudeutsch nennt man sowas ja Sidekick), und da fiel mir was auf:

Günter Netzer wurde am 14. September 1944 in Mönchengladbach geboren. Er ist Jungfrau und hat eine Venus/Mars-Konjunktion auf 12° Waage. Im Quadrat dazu steht der Saturn auf 9° Krebs.
Gerhard Delling wurde am 21. April 1959 in Rendsburg geboren. Er ist Stier, hat ein wesentlich komplizierteres Horoskop und den Mondknoten auf 13° Waage.

Hier scheint also Dellings Mondknoten die Venus/Mars-Konjunktion bei Netzer gefunden zu haben. Noch dazu ist Netzer ein Lehrer für Delling (Saturn im Quadrat zu Dellings Mondknoten). Und bei Dellings zweiter Hochzeit war Netzer Trauzeuge (Mondknoten Delling Konj. Venus Quadrat Saturn Netzer).

Ein weiteres Beispiel für so eine Mondknotenfreundschaft ist die (leider bereits erledigte) Beziehung zwischen Morrissey und seinem Smiths-Kumpel Johnny Marr:
Steven Patrick Morrissey wurde am 22. Mai 1959 in Manchester geboren.
Johnny Marr am 31. Oktober 1963. Er hat den Mondknoten auf 13° Krebs. Dort steht in Morrissey's Horoskop die Venus.

Es scheint so zu sein, als ob der (nördliche) Mondknoten ein innerer Rezeptor ist dafür, was dieses Lebewesen braucht. Und wenn dann ein anderes Wesen auftaucht, das genau an diese Stelle andocken kann, dann ist es, als ob man sich schon ewig kennt. Weil ein inneres Tier genährt wird, das sonst keine Nahrung bekommt.

Im Anhang könnt Ihr ein Video anklicken, das eine Werbung für die ARD-Sportschau sein soll. Günter Netzer macht auch mit.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Planeten-Theater

Jetzt ist Deutschland im Finale, und heute abend endscheidet sich, ob gegen Spanien oder Russland.

Auf astrophoenix, einer sehr lehrreichen und umtriebigen Seite, erschien ein ziemlich lustiger Text, den ich Euch hier mal präsentiere:

EIN THEATER VOR DEM THEATER IN EINEM AKT

Die Akteure:

SO als Sonne, MO als Mond, ME als Merkur, VE wie Venus, MA wie Mars, JU für Jupiter, SA für Saturn, UR ist Uranus, NE ist Neptun und PL ist Pluto…. als Ehrengast begrüßen wir CHI, den Chiron!

SA: So Leute, macht mal hinne! Hier sind unsere Sitzplätze, kommt hierher! … Immer schön der Reihe nach, ja? Und bitte nicht drängeln - Mars!

MA: Mmh?

SA: Ja genau dich meine ich!

NE: Mich? Ich drängel doch gar nicht…. mich merken die anderen doch gar nicht….

SA: Du doch nicht Neptun. Mars! Du sitzt nicht zwischen Sonne und Mond, da sitzt Merkur!

ME: Au fein!

MA: Pah, dann setze ich mich halt neben Venus - hello Dolly!

SA: Gut. Uranus sitzt neben Jupiter und Neptun sitzt bei Pluto und mir.

UR: Ich will aber nicht neben Jupiter sitzen, der macht sich immer so breit…. *schmoll*

SA: O Gott, mit euch was geregelt zu bekommen… Dann setz’ du dich eben zu Neptun und Pluto und ich setze mich zu Jupiter. Es gab halt keine Karten mehr in einer Reihe, jetzt sitzen wir eben hintereinander! Ich habs euch ja gesagt… aber ihr wolltet wie üblich nicht auf mich hören.

(Fußballfan pöbelt Venus an… Venus rümpft die Nase) MA: Hey - Mann! Verzieh’ dich! … Brauchst dir keine Sorgen zu machen, Schätzchen, ich pass schon auf dich auf! (zu Saturn) Wann geht’s denn los Saturn? Das dauert mir zu lang! Ich bin so ungeduldig und kann’s kaum erwarten!

SA: In 5 Minuten und 27 Sekunden….

NE: Was geht denn heute eigentlich ab?

Alle: Ahhhh Neptun…. FUSSBALLLLLL!!!!

UR: Gleich geht’s los! Ach ist das aufregend!

PL: Ich sag’s dir lieber gleich Uranus: die deutsche Nationalhymne stellst du heute NICHT in Frage!

UR: Dann sing sie doch alleine! Ich weiß nämlich noch immer nicht, wo hier im Stadion Einigkeit und Recht herrschen sollen. Die roten und die gelben Karten werden meiner Meinung nach auch nur nach Lust und Freiheit vergeben.

NE: Was sollen wir singen Pluto? Ich höre keinen Gesang….

VE: O ihr Lieben! Jetzt hört mal auf, euch zu zanken. Das ist nicht gut für meinen Teint… und für meine innere Stimmung schon gar nicht. Es bedrückt mich immer so - seid doch mal nett zueinander!

ME: Een Nett is een tosomenknütt Ding ut Fädens un Leinens.

Alle: ????? Merkur? Was faselst du da?

ME: Äh sorry, ich war gerade gedanklich woanders…

SA: Merkur, HIER spielt die Musik. Jetzt konzentrier dich mal!

NE: Wo spielt die Musik?

PL: Sonne! Du blendest mich mit deinem Licht - strahl mal nicht so heftig!

SO: Ich strahle wann ich will! …. Huch, a pro pos Teint, Venus…. ich hab meine Sonnenbrille zuhause vergessen! *Schluck*

JU: Du hast Glück gehabt Sonne! Ich hab sie noch im Vorübergehen mitgenommen…

NE: Wer ist mitgenommen worden?

SO: Jupiter! Du Göttergatte! Lang sollst du leben!

JU: *brustrausstreckend* *einbild einbild*

SO: *brilleaufsetzend* ahhhh…. so ist es schon viel besser!

NE: Hilfe! Ich sehe nichts mehr… es ist so dunkel geworden….

SO: Dann setz dich halt nicht direkt vor mich hin, sondern hinter mir!

MO: Ich hab Hunger….

SO: Ach du liebe Güte! Der Mond ist aufgegangen! Ich hab dich gar nicht wahrgenommen… Kein Wunder, seit letzter Woche hast du schon wieder ziemlich abgenommen… Mars! MA-HA-ARS! Geh mal los und kauf unserem Mond ein paar Pommes!

MA: Ay Mylady! Bin schon aufm Weg! (zu Venus) Soll ich dir auch was mitbringen Schätzchen?

VE: Ja Darling. Bring mir doch ein Lassi mit Rosengeschmack mit.

MA: *abzisch*

NE: Lassi? Venus, hier trinkt man doch Bier…..

ME: Pommes sind aber nicht gesund. Das Gesundheitsministerium hat ausdrücklich davor gewarnt, sich nur von Pommes, Bier und Chips während der EM zu ernähren.

CHI: Entschuldigung, ich höre da eben etwas von Gesundheit, darf ich mich zu euch gesellen?

JU: Aber gerne! Freund und Helfer setz dich her!

VE: O Sonne, jetzt geht das wieder los…. ich hab einfach so eine empfindliche Haut, sie verbrennt so schnell in deiner Nähe.

SO: Liebes, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du dich vorher mit meiner Sonnencreme einschmieren sollst.

MA: Hier Mond, deine Pommes! Lassi gab’s nicht Venus, was soll ich dir anstattdessen holen? …. Aber dieses Mal laufe ich ohne dich, Pluto! Wieso schleichst du mir eigentlich immer hinterher?

PL: Ich muss dich kontrollieren, ob du auch wirklich das einkaufst, was du mitbringen sollst.

MA: Ich halt’s nicht aus….

SA: So jetzt aber! Das Spiel hat begonnen - Ruhe jetzt!

SO: Och Männe, was macht denn der Typ zwei Reihen vor mir! SETZEN!

MA: *pfeiftmitzweifingern* Hey Sunnyboy! Geh mal aus unserer Sonne!…

Typ: *schultereinziehendsetzend*

SO: Merkur, spann mir meinen Sonnenschirm auf, ja?

ME: Darf ich mich dann wieder an eine Speiche hängen und Karussell spielen?

SO: aber verbrenn’ dich dann wieder nicht, hörst du?

SA: ABSEITS!

NE: Wer ist von deiner Seite gegangen Saturn?

ME: Niemand ist weggegangen Neptun. Abseits ist eine Regel. Ein angreifender Spieler ist im Abseits, wenn im Moment der Ballabgabe

  • er in der gegnerischen Hälfte ist,
  • er der gegnerischen Torlinie näher als der Ball ist (Rückpässe führen also nie zu einer Abseitsposition),
  • höchstens ein gegnerischer Spieler seiner Torlinie näher ist als er (in den meisten Fällen ist dies der Torwart) und
  • der Ball von einem Mitspieler der eigenen Mannschaft abgespielt wird.

VE: Du bist so klug mein Kleiner! Ich finde Klugheit absolut attraktiv!

MA: (ins Spielfeld schreiend) Ja laufen Jungs! Nicht vor dem Ball stehen bleiben!

NE: Ja wo laufen sie denn?

PL: Hier unten du Blindling!

NE: Wo? Ich sehe niemand laufen..

PL: Dafür sehe ich umso besser, und zwar den einen, der läuft wie keiner! Ich hab ihn genau im Visier.

NE: Jetzt kleb dich nicht so an seine Fersen, man muss auch mal loslassen können….

SA: FOUL! Der hat gefoult! Das geht so nicht!

JU: An Faulheit ist aber auch noch niemand gestorben.

ME: nicht “faul” Jupiter, sondern “foul”…

JU: Sag ich doch.

VE: Du liebe Güte! Die Zwei haben sich verletzt! So helft ihnen doch - ich kann da nicht hinschauen!

JU: Jesus, Maria und Josef!

NE: Echt? Wo?

CHI: Ich bin schon zur Stelle! (eilt auf’s Spielfeld)

MO: Ich kann kein Blut sehen….

MA: Das ist eben nichts für Weicheier und Warmduscher, Mond!

CHI: (kommt zurück) So, beide Spieler sind verpflastert. Mit meinem Heile-heile-Segen-Song konnte ich den Beiden wieder auf die Beine helfen.

VE: Ich liebe rettende Retter!

MA: (ins Spielfeld schreiend) Ja Mensch! Lass dir das nicht gefallen! Kratz ihn, beiß ihn!

ME: (ebenfalls ins Spielfeld schreiend) Gib ihm Tiernamen!

SA: Mars, Merkur! Sowas aus eure0m Munde!

Alle: TOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHRRRRRRRRRRRRRRR!

Wir haben gewonnen!

JU: *jubeltrubelheiterkeit* Ich hab’s euch doch versprochen, dass es heute ein Glückstag für alle werden wird!

NE: Wunder gibt es eben immer wieder….

*häppyendingerundvielglückundsegenaufalleurenwegen*

Der Text ist übrigens von Dagmar Wäscher

Montag, 23. Juni 2008

Schönes Video: Mr. W

So, jetzt haben wir zwei Tage Fußball-Pause, bevor am Mittwoch Deutschland gegen die Türkei ranmuss.
Zeit, sich etwas skurriles anzuschauen - was dann am Schluss doch herrlich Sinn macht:


Sonntag, 22. Juni 2008

Jupiter - Uranus - die ganze Welt tanzt mit

Ein tolles Video, das sofort gute Laune macht!
Von Matt Harding, einem amerikanischen Video-Künstler. Waage mit Löwe-Aszendent.


Die Russen kommen!

Sie sind jung, kräftig und haben keine Angst: Gestern schmissen die Russen die hochfavorisierten Niederländer im Viertelfinale aus der EM.
Trainer der Russen ist pikanterweise Holländer Guus Hiddink, der seinen Jungs vor dem Spiel eingab: "Ich kenne sie alle - die sind wie ihr! Sie lachen, wenn sie sich freuen, sie weinen, wenn sie traurig sind, sie stehen morgens auf und gehen abends ins Bett."
Das reichte offensichtlich, um den Russen die Manschetten zu nehmen. Sie sind die jüngste Mannschaft bei dieser Europameisterschaft, und inzwischen können sie sich einiges leisten: Bessere Gehälter für die Spieler und vor allem bessere internationale Trainer.
Dazu kam, dass die Niederländer selber Manschetten trugen, schwarzen Trauerflor, denn einer von ihnen hatte am Tag zuvor sein Baby verloren. Psychische Bleiwesten.
Die bessere Physis der knackjungen Russen zeigte sich aber erst in der Verlängerung: Während die Niederländer langsam platt waren, kickten die Russen einfach weiter. Und weiter. Und schossen das Siegtor und gleich noch eins drauf.

Tja, da kann man nichts machen. Außer sich vergegenwärtigen, dass das Alter von ganz alleine kommt, auch zu den Russen.

Bedenkenswert finde ich die Tatsache, dass auch die andere "Wunder"-Mannschaft dieser EM, die Türkei, einen sehr dominanten Trainer hat. Eine echte Autorität sogar. Da kommt die jüngere Kumpel-Trainergeneration (Marco van Basten und vielleicht auch Joachim Löw) nicht mit.
Denn eins sollte inzwischen klar geworden sein: Alleine mit Zauberfussball kommt man nicht weiter. Und man muss bis zur letzten Minute höllisch aufpassen.
Eine klare Saturn-Lektion.

Samstag, 21. Juni 2008

Saturn in Jungfrau - endlich vernünftig werden

Träumt noch irgendjemand davon, dass das Benzin an der Zapfsäule wieder billiger wird? Nicht wirklich, oder?
Deshalb gibt es gerade in Großstädten ja auch immer mehr Car-Sharing-Angebote.
Meine Mutter stammt aus Münster, Hauptstadt der Fahrradfahrer. Dort mietet sie sich ungefähr 2x im Monat, wenn ein größerer Einkauf ansteht, einen Smart und schleppt die Beute nach Hause. Größere Strecken erledigt sie mit der Bahn. Inzwischen haben wir auch in Berlin einen Car-Sharing-Partner gefunden (cambio), der die gleiche Chipkarte akzeptiert. Die Planung ist gar nicht so kompliziert, oft kann man schon von jetzt auf gleich ein Auto bekommen.

Freitag, 20. Juni 2008

Pluto bei der Arbeit 2 - Die Auferstehung

War das ein Spiel?
Mann, war das ein Spiel! Wir hatten es ja schon kaum noch für möglich gehalten. Mein Freund M meckerte, die deutsche Mannschaft sei eine überbezahlte Truppe von Wichtigtuern.
Und dann das Wunder von Basel. Vielleicht ist es so, dass alle Sterne sich erst mal verdunkeln müssen, bevor das Blitzlichtgewitter losgehen kann.
Auf jeden Fall war es ein super Abend. Wie guter Sex.

Doch das Böse ist immer und überall: Die Amerikaner haben die Finanzierung des Irakkriegs bis ins nächste Jahr hinein gesichert, mit 160 Milliarden Dollar.
Und in China wurden die eigentlich staatlich festgesetzten Ölpreise an den Tankstellen über Nacht um 16% angehoben - uppps!

Aber Du glückliches Deutschland - feiere!