Tja, und mit Schneeräumerei ist zumindest heute wohl nicht mehr zu rechnen. Das macht mir auch nichts, denn die Krankengymnastikpraxis hier unten rechts im Bild hat meinen Termin heute nachmittag abgesagt - der Herr Physiotherapeut ist wohl erkältet. Das passt mir natürlich gut in den Kram, obwohl ich ja heute wild entschlossen war, mit meinem Dreirad rüberzumachen, egal wie sehr ich mich wohl für den Hinweg schon quälen muss. Aber unverhofft kommt oft und ich werde mich jetzt wieder der Zwangsentschleunigung hingeben. Merkur steht ja auch schon fast auf der Stelle und wird am Freitag rückläufig - von hier aus schon mal alles Gute - ich bin raus.
Thilo Sarrazin (Wassermann) hat ja den Bucherfolg der zweiten Jahreshälfte hingelegt - sein Buch "Deutschland schafft sich ab" wurde viel gekauft und kaum gelesen. Henryk M. Broder hat ihn jetzt für die taz sehr ausführlich interviewt - klickstu hier. Sarrazin spricht über die Gedanken, die der Verlag bei der Arbeit an dem Buch hatte und wie er selber sein Geld zur Zeit anlegen würde (Sparbuch und ein Jahr abwarten). Sehr interessant.
Am vergangenen Samstag gab es bei "Wetten, dass?" diese spektakuläre Wette, wo ein Stuntman mit Spiralen an den Füßen Autos überspringen wollte. Das endete leider im Krankenhaus und brachte eine Menge Publicity. Es ist immer noch nicht klar, ob die beim Sturz erlittenen Lähmungen dauerhaft sein werden; das ZDF will in Zukunft die Wettbedingungen noch genauer überprüfen.
Mich erinnert das Debakel an den Flug des Ikarus, der der Sonne zu nahe kam und dessen selbstgebastelte Flügel wegschmolzen und den Absturz verursachten. Meiner Meinung nach ist das eine Schütze-Problematik - höher, schneller, weiter, ohne an die notwendige Erdung zu denken. Mars stand auf 26° Schütze im Quadrat zu Uranus auf 26° Fische (das genaue Quadrat war am Freitag). Am Sonntag, den 6.12. wurde Uranus wieder direktläufig, er befand sich also beim Unfall kurz davor, also in sehr starker Stellung.
Dem tollkühnen Stuntman von hier aus Gute Besserung!
Bald ist es wieder soweit - am Sonntag den 5.12. haben wir Neumond auf 13° Schütze. Zuvor müssen wir noch durch die Dark-Moon-Phase, wo die Mondsichel so klein geworden ist, dass man sie nicht mehr sehen kann (deshalb dark moon).
Für diese Mondphase wähle ich immer einen Musiktitel aus, diesmal ist er von Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards, der am 18.12. Geburtstag hat.
Hier rechts seht Ihr sein Horoskop, wie es von Lois Rodden präsentiert wird. Die Geburtszeit stammt aus der Erinnerung (A-Rating). Anklicken vergrößert wie immer.
Keith Richard ist Schütze mit einem Skorpion-Aszendenten. Das Übermaßige (Schütze) liegt ihm also im Blut, ebenso wie das permanente Kokettieren mit Gefährlichem (Skorpion-AC). Die Hingabe an die Musik rechne ich mal der Skorpion-Venus im 12. Haus an, die ein ziemlich genaues Pluto-Quadrat bildet; Pluto in Konjunktion mit dem nördlichen Mondknoten, wie sie zur Zeit auch am Nachthimmel zusammen stehen. Julian Assange hat übrigens auch so ein Quadrat und muss sich gerade mit Vergewaltigungsvorwürfen herumschlagen, tss-tss-tss.
Keith Richards hat hingegen einen eher bescheidenen Jungfrau-Mond und läßt sich eher zu (verkaufsfördernden) Bemerkungen über die Hasenpfote von Mick Jagger hinreissen - naja wenns hilft ...
Zur musikalischen Erbauung habe ich einen Konzertausschnitt ausgesucht, der von einem Tributekonzert für Gram Parsons stammt. Gram Parsons war mal mit Keith Richards verkumpelt, vertrug aber nicht soviel wie der und starb an einer Überdosis. Mit Norah Jones zusammen singt Keef "Love hurts" - auch eine Version von Venus-Pluto.
Huuuh - schon ist es (vielleicht) wieder soweit - es hat minus 12 Grad und schneit. Der vergangene Horrorwinter steckt mir noch in den Knochen und nun werde ich womöglich noch vor Weihnachten wieder hier im 5. Stock festsitzen. Seit meiner Schwerbehinderung ist mir übrigens komplett unbegreiflich, wie man sich Schnee zu Weihnachten wünschen kann - naja für Kinder ist das vielleicht lustig, ich finde das nur noch lästig.
Gottlob habe ich ja im vergangenen Winter schon mal angetestet, wie der Alltag unter sibirischen Bedingungen für mich zu bewältigen ist, und ich werde nicht verhungern, soviel ist mal klar. Same procedure as last year. Schön ist natürlich was anderes, aber ich habe eine Zentralheizung, eine Putzfrau, den Krankengymnasten im Haus gegenüber und bekomme das Mittagessen charmant nach oben gebracht - das ist der Vorteil einer chronischen Erkrankung.
Nun mal zur Astrologie: Wir haben Saturn in der Waage und die Diplomatie wird getestet. WikiLeaks! Wir Normalsterbliche können uns jetzt ein paar Wochen lang darüber amüsieren, dass Politiker auch nur trottelige Normalsterbliche sind. Und mit Pluto im Quadrat zu Saturn tut das eben auch mal weh. Aber ein Krieg wird deshalb doch nicht ausbrechen. Vielleicht sollten die Kims in Nordkorea mal die Zügel locker lassen, aber sie haben ja gleich die ganze Welt gegen sich und niemanden mehr auf ihrer Seite, da wird nichts riskiert.
Interessant finde ich, dass immer mehr Vorgänge immer mehr Menschen betreffen. Wir haben Uranus und Neptun seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in überpersönlichen Sternzeichen und in Rezeption zu einander, das heißt sie stehen in herausragender Beziehung zueinander. Pluto ist im Anmarsch, genau den Punkt der letzten großen Konjunktion von Uranus und Neptun (und Saturn 1989) Anfang Steinbock zu überqueren. Und die Weltbevölkerung hat massiv zugenommen, es gibt kaum nach einen unentdeckten Fleck auf der Landkarte und in nullkommanix können Informationen an den entlegensten Punkt der Erde kommen. Das Internet ist nicht mehr rückgängig zu machen, so wie das Telefon und der Mobilfunk. Trotzdem gab es immer wieder Naturereignisse, die nicht wirklich vorhergesagt werden konnten (Tsunami, Vulkanausbruch, Erdbeben).
Saturn in der Waage wird im August und September 2012 den Punkt überqueren, an dem die letzte Saturn-Pluto-Konjunktion stattfand, Ende Waage. Darauf bin ich gespannt.