Mittwoch, 28. Oktober 2009

Die Shriver-Studie

Vielleicht klingt es für Euch eigenartig, aber ich war ja mal katholisch und beziehe immer noch den Newsletter des National Catholic Reporter. Dort schreibt nämlich regelmäßig Schwester Joan Chittister, und ich liebe es, ihre Beiträge zu lesen - "From where I stand".
Sie ist von sehr klarem Verstand, Benediktinerin und reist durch die ganze Welt - wir erfahren also, was sich in der (katholischen) Welt so zuträgt, und das auch noch aus ziemlich weiblicher Sicht.
Gegenstand ihres neuesten Artikels ist die Shriver-Studie über Frauen in Amerika. (Maria Shriver aus dem Kennedy-Clan ist die Ehefrau von Arnold Schwarzenegger - und natürlich katholisch).
Wir haben es ja schon vermutet, aber jetzt wissen wir es schwarz auf weiss: 40 % der Hauptverdiener in Familien sind Frauen - an den Colleges haben Frauen die Männer längst überrundet, was die Abschlüsse angeht. Wir befinden uns also jetzt definitiv schon im Jahrhundert der weiblichen Vorherrschaft - und die Männer müssen sich ganz schön anpassen und zusammenreissen, um da mitzukommen.
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Montag, 26. Oktober 2009

Morrissey

Für Morrissey-Fans, die einigermaßen englisch können: Der Meister brach vorgestern auf offener Bühne zusammen. Lynn Hayes hat das astrologisch analysiert -
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Another day

Für alle James-Taylor-Fans - ein schöner Montags-Song:


Freitag, 23. Oktober 2009

Stimmungswechsel

Hier sehen wir das 8. Haus beleuchtet - den Skorpion-Bereich, das Therapiezimmer, den Darkroom.
Die Sonne ist heute morgen um 8h44 in den Skorpion gewandert; die Radionachrichten taten kund, dass Roman Polanski nun doch in die USA ausgeliefert werden soll, wo er sich 1978 an einer 13jährigen "vergangen hatte". Er floh nach Europa und betrat nie wieder amerikanischen Boden. Die 13jährige hat ihm längst verziehen, trotzdem ist ja das Verfahren noch nicht abgeschlossen.
Man sieht sich im Leben immer zweimal, und mit den amerikanischen Tugendwächtern ist ja nicht zu spaßen.
Gleichzeitig wanderte heute früh der Mond ins Zeichen Steinbock, was mir persönlich immer sehr gut tut. Wenn die Pluto-Schwelle genommen wurde (10h51), kann ich eigentlich gut alleine sein und fühle mich ziemlich erwachsen. Mit 48 darf das ja auch sein.
Fürs Wochenende hab ich mir interessante Arbeit vorgenommen - drückt mir die Daumen!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Auch Quelle wird abgewickelt

Hier sehen wir das Gründungshoroskop der Firma Quelle - am 26.10.1927 wurde das Versandhaus von Gustav Schickedanz gegründet. Es sollte, wie eine Quelle, den Kunden ohne Zwischenhandel direkt und günstig beliefern - ein Gedanke, der ja eigentlich ganz modern klingt.

Die Uranus-Wiederkehr ist nicht ganz geschafft - aber 2010 wird sie erreicht sein. Mit Sonne und Mond im Zeichen Skorpion kann mit jeder Menge Durchtriebenheit gerechnet werden, auch ohne Aszendent oder Häuserbesetzung.
Die Nazi-Vergangenheit von Quelle ist natürlich nicht so klar und gut nachvollziehbar - auf der Homepage kommt die Zeit bis 1945 eigentlich nicht vor. Danach hatte der Gründer 3 Jahre lang Berufsverbot, wie so viele, die während des Krieges gute Geschäfte gemacht hatten.
Ab 1948 hieß es dann "Erst mal sehen, was Quelle hat", und bald durfte auch das Fürther Versandhaus sich am Wirtschaftswunder beteiligen. Der Knaller im ersten 4-seitigen Katalog waren Nylon-Strümpfe aus den USA - na was man/frau eben so braucht.

Die Wiedergeburts-Fähigkeit des Unternehmens war enorm (eben Sonne, Mond und Mars im Skorpion). Man kann dabei an die Weltherrschaft denken - in den sechziger Jahren war Quelle das größte Versandhaus der Welt.
Mit Venus in der Jungfrau im Quadrat zur Mondknotenachse wollte die Firma es tüchtig allen recht machen - eine gute Voraussetzung in der Nachkriegszeit.
Nun ist Quelle insolvent und soll abgewickelt werden. Wo die falschen Schrauben gestellt wurden beziehungsweise eben nicht, weiß ich auch nicht - ich habe nur so eine eher verstaubte und muffige Vorstellung von Quelle. Vielleicht ist die Zeit auch nicht mehr geeignet für solche monströsen Firmenkonzepte.
Auf jeden Fall ist nun Schluss - ja, shit happens.
Warum soll nicht auch mal ein westdeutscher Betrieb abkacken - unsere ostdeutschen Mitbürger haben da ja schon ganz andere Katastrophen durchgemacht.

Montag, 19. Oktober 2009

Bücher zum runterladen

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse habe ich ein neues Spielzeug entdeckt - das E-Book.
Meine Zwillinge-Venus ist ja immer ganz heiss auf bedrucktes Papier - und jetzt kann man auch im Netz lesen, also am Rechner.
Dazu habe ich mir von adobe eine spezielle Version auf meinen Computer runtergeladen, koschtenlos natürlich. Digital Editions heißt die Oberfläche, und dann kann man digital bearbeitete Bücher ganz prima lesen. Die Buchstabengröße ist übrigens auch einzustellen, für Menschen die ein bisschen (alters-)weitsichtig sind.
Sehr schön passt dazu die Seite libreka.de (heureka!), hier kann man jede Woche eine Neuerscheinung koschtenlos herunterladen.
Perfekt!

Samstag, 17. Oktober 2009

Günther Wallraff

Diesem Mann kann man so gar nichts vormachen - eher macht er uns was vor! Zum Beispiel verkleidet er sich als Neger (ok, Schwarzer, Afrikaner) und sucht in Köln eine Wohnung. Oder einen Campingplatz-Stellplatz in Minden (Teutoburger Wald). Oder in Marzahn einen Schrebergarten. Auf jeden Fall zeigt er glasklar, wo es bei uns in Deutschland nicht ganz geschmeidig läuft, sondern eventuell sogar richtig ungemütlich werden kann.

Günther Wallraff wurde am 1. Oktober 1942 in Burscheid geboren.

Eine Waage-Sonne mit Waage-Mars und Zwillinge-Mond, also jemand, für den es immer und von allem zumindest zwei Variationen gibt. Die Sonne-Mars-Konjunktion in Waage hat noch ein Trigon zu Uranus im Zeichen Zwillinge, Uranus und Saturn, um genau zu sein. Er hat also immer einen Plan B in der Tasche, ist flexibel und wendig genug, um sich zu wehren oder es lieber gar nicht erst so schlimm hochkochen zu lassen. Obwohl er meist bis an die Grenze geht und auch eine klare Auseinandersetzung nicht scheut.
Denn das ist seine Absicht: Herauskriegen, wie weit man gehen kann, bevor alles auseinanderfliegt. Und als Mann mit anderer Hautfarbe geht es offensichtlich in Deutschland (Europa, auf der Nordhalbkugel) zur Zeit immer noch ganz schnell, ratzfatz gehen die Messer in der Tasche auf. Die Vorurteile liegen ganz dicht unter der Oberfläche, der Instinkt, den eigenen Lebensraum "sauber" zu halten ist sehr stark.

John Lennon hatte übrigens ebenfalls Sonne und Mars in Waage - und er sang "Give peace a chance". Und wurde ja erschossen. Also wünschen wir Günther Wallraff von dieser Stelle aus schon mal ein langes Leben.

Auf ZEIT-online kann man schon mal einen Artikel über den neuesten Streich von Wallraff lesen.
Ab dem 22. Oktober wird es auch einen Kinofilm darüber geben.